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Living the dream of #Vanlife Pt.2

Hallo zusammen! Kommen wir zu Teil 2 dieser Blog Serie zu sprechen! Hast du Teil 1 noch nicht gelesen, würde ich dies jetzt tun um die volle Geschichte zu verstehen! 

 

...Die ersten Wochen und Monate zusammen mit Lenny waren ein echtes Abendteuer. Denn ich musste lernen Dog Daddy zu werden! Oben drauf musste ich die wenigen Quadratmeter das der Iveco anbot mit ihm teilen! Es war Februar als ich Lenny zu mir holte und die Tage waren immer noch eisig kalt. Lenny kuschelte sich nachts oft an mich heran nachdem ich eingeschlafen war. Damit ich mich mehr auf Lenny konzentrieren konnte, kündigte ich zu dieser Zeit auch gleich all meine Social Media Kanäle. Dies schwebte mir schon länger im Kopf da ich enorm viel Zeit in diese Accounts steckte um eine gewisse Reichweite zu generieren und so meine Arbeiten als Fotograf zu verbreiten. Doch dies war zum teil stressig und eine Tätigkeit wo man ständig ins Smartphone schaut. Dieser Entscheid hat unsere Beziehung zueinander sehr gut getan. Ich lernte seine sprache zu deuten und verstehen und konnte so dementsprechend reagieren.

 

Nachdem wir langsam ein eingespieltes Team wurden, nahm ich die Arbeit bei meinem Arbeitgeber wieder auf. So konnte Lenny auch diese Tagesstruktur kennenlernen und sich darin, unter meiner Begleitung zurecht finden. Für die Werkstatt selber war er ein wahrlicher Segen, denn Lenny ist seit klein an ein Brückenbauer. Jedes mal wenn jemand in die Werkstatt rein kommt, geht Lenny auf ganz sanfte und doch freudige Weise "Hallo" sagen und dies hat bis heute jeder freundlich erwidert! Kommt ein Arbeitskollege gestresst herein, steht Lenny auf und geht ihn beruhigen und dies nur mit seiner Aufmerksamkeit und einem "Hallo".

2017 erlebten wir einigen Road Trips zusammen und der Iveco Camper hatte bald mehr als 250000 Kilometer auf dem Tacho. So kamen auch die einen oder andere Reparaturen hinzu und es wurden durchs Jahr durch immer mehr. Einige davon konnte ich ganz alleine machen doch andere wiederum wollte ich aus Sicherheitsgründen nicht selbst erledigen! Gegen den Sommer hin spürte ich, dass ich bald mal tief in die Tasche greifen müsste um den alten Camper Strassentauglich zu halten. Auch spekulierte ich das gegen ende des Jahres die Mfk Prüfung anstehen würde. So fing ich an neue Pläne zu schmieden bevor die grosse Überraschung an der Tür stand.

 

Als erstes musste ich meinen Budget gründlich aufstocken, da ich nach provisorische Absprache mit einem Automechaniker wusste, dass es einige Tausend Schweizer Franken an Kosten aufkommen würde um den Camper Mechanisch fit zu machen. Deshalb bittete ich meinen Arbeitsgeber darum, das Arbeitspensum auf 100% zu ändern, was auch klappte. Gegen den Herbst hin brachte ich dann den Camper nach weiteren Abendteuer in Europa zum Mechaniker um eine Offerte für die Mfk Aufbereitung zu machen.

Als der Mechaniker mich kontaktierte kam die erwartete Hiobsbotschaft! Nur schon die Teile für seine Arbeit würde ca. 10000 Chf kosten und dann käme noch ne menge Rost Reparatur dazu. Während er denn Camper auf dem Auto Lift hatte, konnte er an mehreren Stellen seine Hand durch das Unterbodenblech drücken. Für mich war ab diesem Moment klar, dass die Ära des Iveco Campers bald eine Ende nehmen würde. Doch wie weiter? Sollte ich wieder in eine Wohnung ziehen oder ein neues rollendes Zuhause suchen?

 

Zuerst gab ich der Idee mit der Partnerin zusammen zu ziehen, eine Chance und wir schauten mehrere Wohnungen zusammen an. Doch innerlich war ich noch nicht wirklich bereit dazu. Schliesslich wir uns erst im Sommer kennengelernt und gleich danach zusammen gekommen. Nachdem ich dann im Oktober den Mfk Aufgebot bekam, kam ich ein bisschen ins Schwitzen! Ich ging nochmals in mich hinein und probierte mein inneres, klarer zu hören. Die Stimme sagte mir schon ein Weilchen wie es weiter gehen sollte, doch ich wollte es zuerst nicht wirklich wahr haben. So ging ich ins Gespräch mit der Partnerin und machte Ihr klar das ich weiterhin im Camper leben würde. Nachdem ich dies so mit Ihr so besprochen hatte, fing die Suche nach einem neuem Camper an. Meine ersten Vorstellungen hatte ich schon, denn der neue Camper müsste sicherlich 4x4 Antrieb haben. Der alte Iveco hatte nur Heckantrieb und dies wurde im Winter mir oft zum Verhängnis, wenn ich in die Berge fahren wollte. Ich überlegte mir auch ob ich einen selber ausbauen sollte oder eher ein fertig ausgebauten kaufen sollte. Da ich keine wirkliche Bleibe hatte wäre einen Selbstausbau eher kompliziert geworden mit der Wohnsituation. Einen Platz um den Iveco hinzustellen und drin zu Leben und gleichzeitig am neuen zu schrauben hatte ich nicht. Obwohl mich ein Selbstausbau sehr gereizt hat, habe ich mich schlussendlich dann für ein Ausgebauten Camper entschieden. Die suche ging nicht lange und schon hatte ich ein konkreten Kandidaten.  Die Art wie der neue ausgebaut war, fand ich sehr interessant und er konnte einige meiner Kriterien abdecken und übertreffen!

Nachdem es klar war dass ich das Zuhause wechseln würde, habe ich den Iveco ins Ausland verkauft. Zeitgleich wechselte ich mein gesamtes "hab und gut" in das neue Schmuckstück, dass ich seit kurzem auch Nelsibus nenne. Doch neu war Nelsibus auch nicht mehr, denn er hatte schon ein Vorbesitzer gehabt dass ihn, in Südfrankreich bauen lies. Nelsibus hat auch ein 4x4 Antrieb, eine Hinterachs Differenzialsperre und dazu noch eine Voll-Luftfederung für das Gelände und Strasse. So kann ich einige Hindernisse auf dem Weg zu den Schlafplätzen und auf Reise, umgehen oder gleich darüber fahren. Dazu kommt es das er eine Dusche mit Warmwasser hat und ein Chemie Toilette! Dies waren Sachen die ich im alten Iveco nicht hatte, unteranderem auch wegen Platzmangel. 

 

Die Freude am neuen Camper verflog aber ziemlich schnell einmal! Denn so einige Sachen wie, Innenbeleuchtungen, Aussenbeleuchtungen Wassersystem usw. hatten Macken die ich bei der Abnahme nach dem Kauf übersah! Ich kontaktierte den Verkäufer und schilderte ihm die Mängelliste und bot um Erledigung dieser Mängel. Sie taten dies auch und so konnte ich wieder mit einem Lächeln ins Vanlife starten! Nachdem ich Nelsibus einmal in beschlag genommen hatte fingen die Road Trips an damit. 

Unteranderem klapperte ich zuerst einmal alle Hausberge ab die einen tollen Platz zum Campen anboten. Früher kam ich ja mit dem Iveco nirgends hoch im Winter, doch jetzt mit dem Allrad und guten Reifen war dies bis zu einem gewissen Punkt sehr gut machbar. So führte es mich auch hoch ins Ächerlipass wo ich im Schnee dann meine Grenzen des Fahrens ausreizen durfte. Die Strasse war nicht geräumt und nachdem ich weit oben in einer Schnee Wechte mehrere mals stecken blieb, drehte ich das Auto und richtete mich dort gleich ein zum schlafen...


Dies war der 2. Teil  meiner Vanlife Geschichte. Da ich seit dem Anfang auch Reise Berichte verfasst habe empfehle ich euch mal durch die Blogeinträge zu stöbern und die verschiedenen Storys die ich bis heute erlebt habe zu entdecken :)

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