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...unsere Reise zum Grand Canyon

Gorge du Verdon
Gorge du Verdon

Hallo zusammen!

Heute melde ich mich wiedermal mit einem Reisebericht über unseren letzen Ausflug zu unserem Nachbaren Frankreich. 


Doch vorher lade ich Euch ein, einen Besuch auf meiner neuen Website: www.dogsimet.com zu machen! Dort findet Ihr mein Portfolio für die Tierfotografie. Als Hundehalter begegnet man einigen Hunden und meine Passion zur Fotografie, lebe ich jetzt auch dort aus!


Jetzt aber weiter mit dem Erzählen... in Frankreich haben wir die Provence besucht und dabei an wundervollen Plätzen die Nächte in unserem Camper verbracht. Oft umgab uns  schöne Landschaften die ich bei schönstem Licht fotografiert habe.

 

Die Reise begann in Luzern und führte uns Richtung Genf. Von dort aus ging der Weg Richtung Süden über Maut-freie Strassen weiter. Dabei planten wir für ersten Abend in der Gegend um Annecy zu schlafen. Das Wetter war am Abreisetag grottenschlecht und nass und so schlüpften wir, nachdem wir den Col des Contrebandiers erreicht hatten, gleich ins Bett.

     

Die Route

Am nächsten Morgen ging es dann, nach einem reichhaltigen Frühstück, weiter Richtung Süden. Die Landschaft veränderte sich Kilometer für Kilometer und ein Mediterraner Touch wurde in der Umgebung sichtbar. Vorbei an Grenoble, ging es weiter Richtung Sisteron. Dieses Dorf mit dem Beinamen „Porte de la Provence“ liegt zwischen zwei Gebirgszügen Baume/Gache und den Montagnes de Lure/Moulard. An denen vorbei, merkt man gut, dass der warme Süden naht. Von Sisteron aus waren wir schnell mal auf der Höhe von Valensole wo die wunderschönen Lavendel-Felder zuhause sind. Doch die Blütenzeit ist erst ab Ende Juni und so machten wir an diesen Endlosen Felder keinen halt. Stattdessen fuhren wir zum südlich gelegenen St. Croix Stausee und machten es uns, nach einer abenteuerlicher fahrt hoch in die Berge, an einem ruhigen Ort bequem! 

Die grandiose Aussicht!

Down to St. Croix
Down to St. Croix

Nach einem ebenso farbigen Sonnenaufgang ging es für uns weiter auf Erkundungs-Tour. Wir steuerten den Grand Canyon von Europa an und fuhren auf der D71 südlich vom Verdon Richtung Pont de l’Artuby.

 

Ende der 1930er Jahre begann man die D 71 zu bauen, um die abgelegene Gegend um den Gorges du Verdon zu erschließen. Auf dieser Panorama Strasse genossen wir die Aussicht runter zum Fluss und hielten einige male an, um dies auch in Ruhe zu bestaunen. Die engen Kurven waren bei Gegenverkehr herausfordernd, da die Strasse nicht immer das kreuzen zweier Fahrzeuge erlaubte. Dutzende Motorradfahrer trafen wir an und so einige Camper-Kollegen mit ähnlichen Ausflugszielen. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen Seite und so fing dieses Abendteuer richtig cool an.

Gorges du Verdon
Gorges du Verdon
Hawk Eye
Hawk Eye
Pont de l’Artuby
Pont de l’Artuby
Trigance Panorama
Trigance Panorama
Trigance
Trigance

Die Pont de l’Artuby, wie sie gennant wird, misst in der Höhe über 135 Meter und wird auch gerne zum Bungee-Springen genutzt. Nach einem Stopp an der Brücke und ein kurzes vertreten der Beine ging es weiter auf unserem Weg. Wir überquerten die Brücke und wechselten somit die Seite der Schlucht. Der nächste Halt auf unserem Radar war das Berg-Dörfchen Trigance.

 

Das provenzalische Bergdorf Trigance ist vor allem durch seine imposante Festung bekannt, die von Mönchen im neunten Jahrhundert errichtet wurde. Doch auch sonst hat die kleine Ortschaft einiges zu bieten wie zum Beispiel ein Service-point für Wohnmobile, was uns gelegen kam, ein Café, eine Bäckerei und ein Atelier für moderne Kunst. Die Region rund um das Dorf ist als Naturschutzgebiet deklariert und wirkt somit sehr wild und ursprünglich. Nachdem wir in Trigance ein Spaziergang machten und gleich auch beim Bäcker feines Holzofenbrot kauften suchten wir einen Platz, um den Nachmittag in der Natur zu verbringen. 

Nach einem mini  Abendteuer über den Fluss Jabron positionierten wir uns gleich nebenan. Das klare Wasser versprach eine Abkühlung und die Natur rundherum Ruhe!

Schlafplatz auf Anhöhe
Schlafplatz auf Anhöhe

Auf den Abend hin wollten wir keinen Wasserschaden durch ein Wasser-Pegel-Anstieg riskieren und parkierten den Camper auf der Anhöhe. Dort übernachteten wir in sicherer Distanz und genossen einen weiteren Abend in der Provence. Nach diesem Abstecher zum Gorges du Verdon, der auch gerne Grand Canyon von Europa genannt wird, fuhren wir zurück zum Lac de St. Croix. Diesmal aber nicht auf der südlich gelegenen D71, sondern auf der nördlich gelegene D952. Im Bergdorf La Palud-sur-Verdon machten wir noch einige Besorgungen und zugleich wurde uns bewusst wie beliebt diese Gegend doch ist. 

 

Unzählige Geschäfte zieren dieses Bergdorf und die Outdoor Liebhaber kommen dort voll auf ihre Kosten. Von diesem Bergdorf aus kann man unzählige Aktivitäten starten wie Klettern, Wadern, Biken, Canyoning oder Kajaken!

Mohn-Wiese in La Palud-sur-Verdon
Mohn-Wiese in La Palud-sur-Verdon
Grand Canyon
Grand Canyon

Nach den unzähligen Kurven und das vermehrte Anhalten, um die Aussicht zu geniessen, erreichten wir am Ende der Schlucht das wundervolle Dorf Moustiers-Sainte-Marie. Wir parkierten am Fusse des Dorfes unser Camper und machten uns auf, um ein Restaurant zu finden das feines einheimisches Essen anbot. Nach einem Spaziergang durch die steilen Gassen wurden wir nach dem Motto "Dort wo einige Menschen Speisen, könnte es gut sein..."  fündig. In der "La Terrasse du Relais" genossen wir ein 3-Gänge Menü das uns sehr schmeckte. Provenzalische Küche der feinen Sorte :)

 

Quer durchs Dorf fliesst die Revin de Notre-Dame, die auf Höhe des genannten Restaurants einen beachtlichen Wasserfall hat. Das Wasserrauschen übertönte den Lärm der belebten Gassen. Einfach Herrlich!

 

Nachdem wir hervorragend gegessen hatten ging unsere Reise zurück zum Lac de St. Croix. Am Ankunftstag entdeckten wir am See eine eher abgelegene Strasse, die runter zum See führte. Für motorisierte Gefährte ist diese Strasse erst ab dem 15. Juni geschlossen und so machten wir uns durch die holprige Strasse auf den Weg zum Ufer. Campen war da klar untersagt was für uns hiess, dass wir gegen Abend dann doch ein anderes Plätzchen besuchen würden.


Lac du St. Croix
Lac du St. Croix

Nach einem Nachmittag am See inkl. Baden machten wir uns kurz vor Sonnenuntergang auf um einen Schlafplatz zu finden. Durch das Mobile App iOverlander wussten wir, dass es einige Kilometer     Flussabwärts ein geeigneter Platz zum Campen gab.  Dort angekommen mussten wir aber feststellen, dass so einige Camper auch diese Idee hatten. Beim offiziellen Stellplatz für Wohnmobile war schon Full House und am Uferweg wo es toll war, hatte es Höhen Abschrankung von zwei Meter. Doch neben der Höhen Abschrankung entdeckte ich einen Offroad Pfad runter zum beliebten Ufer. Ich nahm die Fernbedienung der Luft-Federung in die Hand, streckte die Beinchen des Campers um 3 cm in die Höhe und setzte an. Die Fahrt ging erstaunlich gut und ich konnte den Camper gut und kontrolliert um die Bäume manövrieren.

Am Verdon
Am Verdon

Der letzte Abend in der Provence  war angebrochen, denn am nächsten Tag fuhren wir wieder in 2 Etappen hoch in die Schweiz. 


Ein mulmiges Gefühl hatte ich schlussendlich doch an diesem Abend denn der einzige Weg auf die Strasse zurück war am nächsten Morgen dann doch nur diese grenzwärtige Passage. Am Morgen erwachte ich gegen 6 Uhr als ich einige Regentropfen auf dem Dach hörte. Sofort (über)reagierte ich und machte den Camper abfahrtbereit, denn mit Feuchtigkeit wäre dieser Weg zurück sicherlich nicht mehr machbar gewesen, dachte ich. Vorsichtig manövrierte ich den Camper vorbei an den Bäumen hoch zur steilen Passage um beim 2. Anlauf fein über die Bodenwelle und steilen Neigung hoch zur Strasse zu kragseln. Hurra!

 

Doch ein bisschen früh für die Abfahrt war es dann doch und so platzierten wir uns an einem sicheren Ort um unser Frühstück zu essen :)

Nach einer erfolgreichen Rückfahrt in die Schweiz mit einer Übernachtung im Parc naturel régional de Chartreuse, verging mir dann doch noch das Lachen. Ein/zwei Tage nach Ankunft riss der Keilriemen vom Camper. So musste ich ihn zur Garage Abschleppen lassen, da eine weiterfahrt zu gefährlich wäre...

Autsch!
Autsch!

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