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...das winterliche Südtirol

Hallo zusammen! Ich melde mich im 2019 auf meinem Blog zurück! Diesmal mit einer Geschichte von einem Road-trip nach Südtirol. Meine Partnerin und ich waren zusammen mit unseren zwei Wuffers unterwegs, um die letzen Tage des Jahres in den Dolomiten zu verbringen.

Wir entschieden uns über die Feiertage mit unsere Wuffers Richtung Dolomiten zu fahren, um in den tiefen Täler die Alpine Welt zu entdecken und gleichzeitig den ganzen Silvester-Wahnsinn mit den Raketen zu entfliehen.

 

Wir wählten den Weg via Val Müstiar um den Schweizerischen Nationalpark zu besuchen und sein Winterkleid zu bestaunen. Da wir genug Zeit eingeplant haben, cruisten wir den Weg hinauf zum Julierpass und genossen dabei die wunderschöne Landschaft im dämmerlicht. Vorbei an St.Moritz ging es Richtung Zernez dem Sonnenuntergang entgegen. Nahe Zernez wählten wir als Schlafplatz einen kleinen Platz nahe den Pforten des Nationalparks. Abends war nur der Sternenhimmel und die dunkel schimmernde und verschneite Landschaft rund um uns zu sehen.

Morgens, als die ersten Lichtstrahlen in unser Camper drängten und uns dran erinnerten das ein neuer Tag angebrochen war, machten wir uns ready um im Schnee-Paradis laufen zu gehen. Nach einem feinen Kaffee aus El Salvador und einer Kuschel-Parti zusammen mit den Hunden schnürten wir uns die Schuhe um und gingen raus in die Natur. Der viele Schnee der hier gefallen war tauchte die Natur in einen Winterschlaf, könnte man denken. Die viele Spuren von Wild-Tieren hier im park zeigte wie lebendig diese Umgebung ist, selbst im Winter. Nebst Hirsche, Wölfe und Schneehasen waren auch die ersten Menschen in ihren Steinhäuschen am Rande des Parks wach. Das Holz dass das Haus wärmte drang in unsere Nase und liess uns erstaunen, wer hier wohl an solch einem Wilden Ort wohnen mag?

Nachdem wir unsere Füsse ausgetreten haben und dabei die Ruhe der Natur in uns aufgenommen haben machten wir uns Startklar um weiter in den Osten zu ziehen!

 

Wir fuhren nach einem kleinen Stop in Zernez, um unser Proviant aufzustocken, quer durch den Nationalpark Via Ofenpass  und Val Müstiar. Die unberührte Landschaft war verschneit und das Morgenlicht säumte die Berge und Hügel.

An der Schweizer Grenze vorbei ging es ziemlich zackig weiter Richtung Bozen. Die Landschaft bis dahin war geprägt von Weinberge und den Ötztaler Berge. Unser Ziel war an diesem Tag die Geissler-Alm zu besuchen. Den die Aussicht von dort auf die Geissler-Spitzen ist beeindruckend. 

 

So ging es Richtung St.Magdalena wo wir das Auto auf einem Wanderparkplatz stehen liessen. Von dort aus ging es über einen Schneewanderweg hoch zur Alm, immer in Sicht, die Geissler Spitzen. Diese steilen Wände bewegten mich immer wieder dazu stehen zu bleiben und zu staunen. Hier soll Reinhard Messner wohl schon ziemlich früh hoch gekragselt sein. Mit ca. 6 Jahre oder so ging er mit seiner Familie hier die Wände hoch um die Aussicht zu geniessen.

 

Wir liefen zeitlich schon ziemlich spät ab und so war das flache Licht der Sonne an denn Spitzen erkennbar. Mit zügigem fusse ging es hoch, um die letzten Strahlen noch selbst abzubekommen um danach ein feines Essen in der Alm zu geniessen.

Oben bei der Alm angekommen konnten wir tatsächlich noch ein bisschen Sonne geniessen und so legten wir uns auf die Sonnenbank. Mit einer wunderschönen Sicht zu den Geissler Spitzen liessen wir den Puls wieder nach unten kommen und genossen den ersten Sonnenuntergang im Südtirol.

 

Kaum ging die Sonne hinter dem Horizont unter kam mit der blauen Stunde auch schon die minus Temperaturen. So machten wir uns auf den Weg um in der Geissler Alm einen Tisch zu bekommen. Sie war sehr urchig und authentisch. Die Speisekarte war so kreativ und vielfältig das wir uns zuerst einen überblick verschaffen mussten bevor es dann doch Knöddel gab. Das sehr junge Personal überraschte im positiven sinne.

 

In den nächsten Tagen cruisten wir dann im Südtirol umher und gingen täglich auf Wanderschaft. Der Marmolata hatte es uns besonders angetan und so verbrachten wir 2 Tage rund um den grössten Berg vom Südtirol. Das Wetter wollte aber nicht so wie wir und die durchzogene Wolkendecke mit viel Wind versprach nicht die schönsten Tage. So konnten wir zb. die Seilbahnen nicht wirklich ansteuern um auf den 3343 Meter hohen Berg zu gelangen. Wir begnügten uns mit Schneewanderung am Fusse des Berges. Dabei entstanden zur Dämmerungszeit ganz schöne Lichtmomente die ich natürlich fotografisch verewigt habe.

Hin zum Silvester suchten wir uns dann einen weniger frequentierten Ort, um Ruhe um uns zu haben und keine Böller in der nähe zu hören. So fuhren wir Richtung Norden um den Ort Ponticello zu besuchen. Ein Örtchen mit einem kleinen Hotel und viele Parkplätze rundherum. Viel mehr Infrastruktur gab es dort nicht. Von dort aus führte aber noch eine Privatstrasse hoch zur Plätzwiese. Kaum in Ponticello angekommen machten wir uns auf, um die Beine zu vertreten und die Umgebung zu erkunden. So steuerten wir die etwas höher gelegene Plätzwiese an. Denn so oft wie ein Shuttel Bus mit denn vielen Naturliebhaber, da hoch fuhr, musste heissen das was schönes zu sehen gab dort oben. Nach knapp 2 Stunden Winter-Wanderung erreichten wir um 16 Uhr die Plätzwiese. Von dort aus ging es vorbei an 2 Berg Hotels Richtung Dürrensteinhütte. Erstaunlicherweise gab es auf der Plätzwiese viele weitere Parkplätze die bis auf ein Bruchteil leer waren. Die Hotels mit dieser wunderschönen Natur-Kulisse schienen nicht ausgebucht zu sein.

Die Aussicht auf die umliegenden Bergen, wie zb. den Dürrenstein, Monte Cristallo, Drei Zinnen und Paternkofel war wundervoll und die einläutende Dämmerung verlieh dieser Bergromantik seinen magischen Touch.

 

Wir entschieden uns auf ein letztes Abendteuer im 2018 und liefen zur blauen Stunde zügig zurück zu unserem Camper. Als wir unten in Ponticello ankamen waren die meisten Autos weg, die tagsüber dort parkiert hatten.

Die Sicht von der Plätzwiese aus war uns noch in Gedanken und ein Silvester in solch schöner Natur zu verbringen war unser Ziel. Wir entschieden uns die Parkplätze auf der Plätzwiese anzusteuern und mit den Konsequenzen zu leben...

Oben angekommen öffneten wir ein Wein und fingen an die letzte Mahlzeit des Jahres vorzubereiten. Draussen vor der Tür war eine wundervolle Kulisse gesäumt vom Sternenhimmel. Doch in einem Aspekt wurden wir dann doch noch überrascht. Die wenigen Hotel Besucher hatten Silvester-Böller dabei und als wir um 00:00 Uhr beim anstossen durch ein lautes Knallen und das darauf folgende Feuerwerk überrascht wurden sind die Hunde rennend in den Camper geflüchtet und der Abend ging langsam zu ende.

Am nächsten morgen gehörte diese Überraschung der Vergangenheit an und wir gingen wieder raus in die Natur. Mich riss es schon vor Sonnenaufgang aus den Federn denn ich wollte noch einige Fotos von diesem schönen Ort machen. Morgens erleuchtete die Landschaft mit den warmen Farben der Sonne und das Neujahr fing vielversprechend an.

 

Später, nach einem ausgelassenen Spaziergang mit den Wuffers im Schnee, packten wir unsere Sachen und machten uns mit einem Zwischenstop im Engadin zurück auf den Heimweg.

Euch allen ein schönes neues Jahr!

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