Winterlandschaften am Glaubenberg

Lange hatte ich die Kamera nicht in den Händen...

 

Anfang Dezember stieg die Hauptplatine meiner Kamera aus und so wurde es fotografisch still um mich. Bis ich die Kamera dann eingeschickt habe verging einen Monat und anfangs Februar war es dann wieder soweit und ich hatte eine Funktionstüchtige Kamera im Briefkasten. Somit stieg auch die Freude wieder aufs Feld zu gehen und die Schönheit der Erde zu fotografieren.

 

Wie es einige sicherlich Wissen, ist der Glaubenberg für mich ein Bezugs Ort in Sache Ruhe und Schönheit. So zieht es mich immer wieder da hoch. Manchmal nur zum Wandern gehen oder auch die zauberhafte Küche vom Restaurant Schwendi-Kaltbad zu geniessen. Nicht selten ist aber auch eine bewusste Foto Tour geplant in diese Region. So auch, als ich wieder die funktionierende Kamera hatte.

Nebst Lenny, der schon seit knapp einem Jahr mit am Start ist, kam auch meine Partnerin mit und ihren Begleiter Minuk. So Starteten wir beim Parkplatz Langis mit nebligem Wetter Richtung Passhöhe. Kurz vor Passhöhe bogen wir Links Richtung Sewenseeli ab. Der Weg dort hin ist ein Konzert für die Augen! Umgeben von Nadelbäumen geniesst mann eine weite Sicht Richtung Sarnen wenn mann zwischendurch an Lichtungen kommt. Was für mich persönlich diesen Ort so Magisch macht sind die Abgestorbenen Bäume die die Landschaft zieren und das ganze wild wirken lässt.

Zwischen durch lichtete sich der Nebel und einige Sonnenstrahlen kamen hindurch. So machte das Licht diese Wanderung noch reizvoller und die Motivation einige tolle Bilder zu fotografieren stieg an. 

Als wir beim Auto uns “Ready“ machten zum ablaufen, stellte ich mir noch die Frage ob ich nur das 27mm Panecake-Objektiv mitnehmen soll, um Platz und Gewicht zu sparen oder doch gleich den ganzen Fotorucksack mit dem Ultraweitwinkel und dem Tele-Objektiv. Die Antwort kam dann auch gleich und ich schnallte mir den Rucksack über.

 

Als wir dann unterwegs nach oben waren, war ich sehr dankbar dies getan zu haben. Denn als einige Sonnenstrahlen durch die Nebeldecke kamen, sah ich kleine Spots in der Landschaft die vom Licht erfasst wurden. Ich montierte schnell das Tele-Objektiv an und fotografierte diese Spots Bildfüllend. Schon auf dem Display erkannte ich, das dieses Bild was besonderes hatte. Es wiedergab die Seele vom Glaubenberg, und  besonders von diesem Tag wundervoll.

Nach einigen Höhenmeter kamen wir dann aus der Nebeldecke raus. Die Sonne schien uns ins Gesicht und erwärmte uns sofort. Aus dieser Höhe sahen wir weit in die Zentralschweiz rein. So erblickten wir den Pilatus, Stanserhorn wie auch die Rigi. 

 

Das Licht fiel runter auf die verschneiten Berghänge und modellierte das ganze sehr beeindruckend! Mehrere male blieb ich stehen um die Schönheit solcher Strukturen zu geniessen und unteranderem auch fotografieren. Der Schnee schien schon länger gelegen zu haben und auch einigen Regentagen ausgesetzt zu sein. So entstanden Wasserläufe im Schnee, was sehr gut wirkte. In gewisser weise machten diese Wasserläufe die Formen der Berghänge gut sichtbar und die Strukturen davon im Zusammenspiel mit dem Licht unterzeichneten das ganze.

 

Mit dem Tele-Objektiv konnte ich das ganze Schauspiel auch wieder Bildfüllend wiedergeben und störende Elemente ausblenden.

Auf der Anhöhe wo mann zur Kapelle am Sewenseeli sieht, der Weg auch weiter dorthin führt, entschieden wir uns die Kreten Route Richtung Rickhubel zu gehen. Dort geniesst mann einerseits weiterhin die tolle Sicht in die Zentralschweiz aber auch den Blick Richtung Berner Alpen. 

Richtung Berner Alpen geniesst man von da oben auch ein wunderbaren Blick an diesen Bachlauf. Die natürlich geschwungene Form von diesem Bachlauf fasziniert mich ohne Ausnahme jedes mal wenn ich in diese Richtung wandern gehe.

 

Die Schönheit von diesem Bach im Zusammenspiel mit der weiteren Sicht Richtung Schrattenfluh ist im Sommer wie auch im Winter grandios! Im Sommer sieht mann zwar den Bachlauf nicht so gut wie im Winter, doch dann offenbart sich die schroffe Stein-Landschaft der Schratten.

 

Im Winter sieht mann den Bachlauf sehr gut wenn das Sonnenlicht Flach darauf fällt. Und die schroffe Stein-Landschaft der Schratte verschwindet im Kleid des Winters.

Nachdem wir knapp eine Stunde an einem trockenen Platz auf der Krete weilten und den Moment genossen, machten wir uns auf den Rückweg. Kaum waren wir wieder im Nebel fing es schon an zu frösteln. Die Feuchtigkeit setzte sich auf uns ab und die Kälte brachte es zum frieren. Dabei sahen wir, umso länger wir im Nebel drin sassen, immer lustiger aus.

Mich hat es wiedermal sehr gefreut mit der Kamera unterwegs zu sein und Bewusst die Umgebung so wahrzunehmen das auch tolle Bilder daraus entstehen konnten.

Auf ein weiters...

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Kommentare: 3
  • #1

    teresa fiorini (Sonntag, 04 März 2018 15:42)

    sooooo schoen, echt....den augenbick erfasst

  • #2

    Andreas Zopp (Sonntag, 04 März 2018 20:34)

    Hallo Nel

    Schön mal wieder etwas zu lesen von dir!

    Hoffe dir geht es gut und wir sehen uns bald mal wieder .

    Liebe Grüsse

    Andreas

  • #3

    Marco Schäfer (Dienstag, 06 März 2018 10:19)

    Salü Nelson

    schön mal wieder was zu lesen von dir!

    Beste Grüsse Marco