Offline? Nope.

Adieu Social Media

Heute hab ich mich entschieden den meisten Social Media Plattformen den rücken zu kehren und gewisserweise "Offline" zu gehen. Und dies ziemlich schnell und schmerzlos. Naja, so wirklich überzeugt haben mich diese Plattformen schon länger nicht mehr. Schon so oft war ich im Zwiespalt mit dieser Ansicht da ich einerseits meine Bilder so gut wie möglich verbreiten wollte und automatisch einem gewissen Strom folgte. Anderseits aber den Tatsachen in die Augen schaue und weiss das solche Plattformen, uns als Kunden sehen betreff: Daten usw.. So wirklich Lebensbereichernd habe ich dieses tun aber selten empfunden. Das schönste aus dieser Zeit sind die Freunde die ich über solche Plattformen gewann und bis heute mich oft mit ihnen treffe. So habe ich nach langem beobachten einiger Freunde die "Offline" sind mich auch dazu entschieden diesen Plattformen den rücken zu kehren und meine Arbeiten auf meiner Webseite und Blog zeige. Dazu sende ich fast jeden Monat ein Newsletter raus um die Updates mitzuteilen.

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Vom Tal zum Gipfel durchs Wallis

Und schon ist es wieder über 1 Woche her, dass ich im Wallis unterwegs war und die Bergwelten für mich entdecken wollte. Die grösste Motivation war ein Familien besuch nahe dem St.Bernardiner. Ich ging aber schon einige Tage vorher ins Wallis da ich dort noch nie richtig unterwegs war. Und dies jetzt endlich tun wollte!!

Als erstes ging die Reise zu diesen sehr schönen Steinformationen (Pyramides d’Euseigne), die mich sehr untypisch für die Schweiz schienen. Ich hatte 2-3 Bilder davon in der Zeitung und letztendlich im Instagram gesehen. So habe ich diesen Spot im Google Maps mal vorsorglich gespeichert um bei Gelegenheit mal die Gegend zu entdecken. Als ich Richtung Martigny fuhr sah ich auf der Karte, dass diese Steine nicht weit weg waren. So wusste ich, was ich sicherlich als erstes besuchen würde.

 

Wirklich warm wurde ich beim fotografieren nicht wirklich. Das Wetter war sehr kalt und es schneite stundenlang. Ich habe mich nach der ersten Erkundungstour entschieden diesem Spot noch eine Chance zu geben und übernachtete ganz in der nähe um morgens früh parat zu stehen. Zur Blauen Stunde habe ich dann doch noch einige Bilder gemacht, wie ihr oben sieht , um einfach das machbare vom Moment auszukosten. Leider wurde es am nächsten morgen doch nichts mit dem Wetter und so blieben diese 3 Bilder als Erinnerungen. Sicherlich werde ich im Herbst nochmals dahin fahren um diese wunderschöne Steinformationen mit Herbstfarben im Hintergrund abzulichten ;)

Am 2 Tag ruhte ich mich aus und genoss den Tag mit bestaunen der schönen Natur. Ich fuhr gegen Abend nach Forclaz. Eines der letzten Dörfer im Val d'Herens. Von dort aus genoss ich nochmals den Sonnenuntergang und machte einige Bilder zur Blauen Stunde. Forclaz wirkte sehr Idyllisch und Ruhig im vergleich zum Berg "Dent Blanche" der im Hintergrund in den Himmel ragte.

 

Hinter diesem riesigen Berg der 4357 m höhe mist, musste ich beim orientieren auf der Karte feststellen, dass gleich der Matterhorn ist. Dieser Gedanke blieb mir irgendwie im Kopf sitzen und schon keimte eine neue Idee auf.

Der Val Ferret

Nach dem besuch im Val d'Herens fuhr ich richtung Martigny um von dort aus zum kleinen Seitental Val Ferret zu fahren. Dort war bei Le Fouly ende mit 4 Räder und ich stieg auf die Schneeschuhe um. Ein Tal voller Lärchen die im Schnee so zerbrechlich aussehen, doch trotzen sie dem Schnee und der Kälte seit Jahren.

Ich lief wenige Kilometer das Tal hoch und dabei genoss ich erstaunt die hohen Bergen um mich herum. 2 Ski Fahrer kamen mir entgegen als ich hinauf lief. Doch dies waren die einzigen Menschen für den Rest des Tages. Seelen ruhig war es und ich war mit den Schneeschuhen der einzige Lärm Verursacher. Dumpfe Geräusche machte es im Wald als ich vorbei ging.  Weiter im Tal entdeckte ich einige schöne Formen als meine Augen die Umgebung betrachteten.

Nachdem ich so weit hochgelaufen bin, dass es mir schon fast langweilig wurde :P machte ich eine ausgedehnte Pause und meditierte auf einer anlehne eines kleinen Chalets. Ich beobachtete all die Spuren von Tieren im Schnee. Auch den Adler der einmal kurz soweit das Tal hoch flog das er beinah über mich schwebte, beobachtete ich still. Immer wieder hörte ich das Pfeifen in der Luft. Unglaublich beeindruckend! Nach einem Stück Brot mit Käse und ein Apfel dazu, machte ich mich wieder auf den Weg zurück zum Ausgangspunkt. Ich wählte dafür den signalisierte Steinbock Pfad. Die Spuren dieses Pfad verliefen direkt in den  nächsten verschneiten Wald. Ein L(M)ärchenwald...

Eine kurze Zeit lang konnte ich dem Pfad folgen doch schon tiefer im Wald war ich schnell mal verloren =) ich wanderte umher, suchte die weiteren Signale, doch da war nichts... So lief ich den einten markanten Bachbeet runter in der Hoffnung bald wieder auf dem richtigen Pfad zu sein. Dies kam dann auch so wie erhofft und ich konnte mich weiter auf die Heimreise begehen. Kurz vor dem Auto lies mich aber ein Geplätscher nicht los. Schon beim hochlaufen hörte ich ihn und als ich die Größe des Flusses sah, genehmigte ich mir einen kleinen Blick.


Wunderschöne Schnee und Eis-Formationen erwarteten mich dort und ich stieg kurzerhand in den Fluss um solche Perlen zu fotografieren.

Auf zum Gipfel

Nach einigen Tagen im Val Ferret unteranderem einige Tage davon mit der Familie fuhr ich wieder zu Martigny um von dort aus Richtung Lötschberg zu fahren. Schliesslich war mir letztens im Val d'Herens, Zermatt mit dem Matterhorn eingefallen und diese Idee war noch zu überdenken. Nahe Gampel entschied ich mich doch für den Zermatt besuch und für Richtung Tal. Kurz vor Zermatt musste ich in Täsch aber feststellen, nix da mit auto in Zermatt. Autofrei!!! So übernachtete ich in Täsch im Camper und überlegte mir was für den nächsten Tag. Ich kam auf die Idee auf den Gornergrat hoch zufahren um von dort aus die Bergwelt im Winterkleid zu geniessen.

 

Die Nacht im Camper war eisig kalt und so war das Quecksilber morgens im Camper DRINEN auf -7 Grad!!! Bis 11:11 verkroch ich mich unter der Decke bis ich die Motivation fand mich in dieser Kälte anzuziehen...

 

ca. 1 1/2H Später stand ich um ca.14:30 Uhr auf dem Gornergrat. Den Weg hoch kam ich nicht vom staunen!! Das erste mal den Matterhorn vor Gesicht. Mit diesem kleinen idyllischen Dorf im Vordergrund. Woow!! Oben entschied ich mich spontan dann für eine Übernachtung im Gornergrat Kulm Hotel. Nach dieser kalten Nacht gönnte ich mir bisschen Luxus! Ich verschaffte mir durch diese Entscheidung viel Zeit um zu relaxen, fotografieren und Entdecken.

Das super feine Zimmer mit Ausblick auf die Dofourspitze genoss ich stundenlang =) am meisten freute ich mich auf das inkl. Nachtessen in dieser Höhe. Vorher machte ich aber zur Dämmerungszeit noch so einige Bilder bevor es richtig Dunkel und Romantisch wurde ;)

Einige Minuten lang war das Licht magisch schön. So lies ich mich davon inspirieren und fotografierte wild herum damit ich keine kalte Finger bekam. Solch eine Lichtstimmung wollte ich schon immer in solcher höhe fotografieren.

Ich zog mich zur blauen Stunde noch kurz ins Zimmer zurück. Ich hatte nämlich solch ein Bild im Kopf. Ein Bild das meine Begeisterung vom Ausblick widerspiegeln sollte.

 

Schön aufgewärmt machte ich mich zum schlemmer Diner =). Danach zog es mich nochmals raus. Draussen auf der Terrasse hatte ich nämlich ein super Ausblick auf den Matterhorn mit dem Hotel im Vordergrund. Ich stellte mir vor das zur blauen Stunden mit den Lichtern des Hotels und der Atmosphäre draussen etwas schönes entstehen könnte

So ging mein erster Tag in über 3100 m höhe zu ende und ich freute mich schon auf den Sonnenaufgang.

Nach einer eher kurzen Nacht klingelte der Wecker schon um 06:00 Uhr. Durch die Höhe bekam ich Abends im Bett noch Kopfschmerzen und so ein ziemlich trockener Hals. 

 

Doch nichts desto trotzt stand ich wie abgemacht um 07:00 Uhr an der Rezeption um auszuchecken und ein warmen Kaffee bei der netten Damen entgegen zunehmen. Denn hatte sie mir nämlich versprochen =) Danach machte ich mich auf eine Schneeschuh Tour. Ich wollte mitten in der Natur sein wenn das erste Licht die Spitze vom Matterhorn streifte. Als ich loslief war es noch dunkel und so musste ich den Schneeschuh spuren trauen die weg von der Infrastruktur liefen. Nach einer weile wurde es ziemlich steil und ich traversierte zwischen Felsen runter ins Tal. Als es langsam hell wurde, offenbarte sich nochmals diese wunderschöne Bergwelt und der markante Matterhorn.

 

Das Licht began auf der Gegenseite vom Sonnenaufgang sehr magisch zu wirken und genau in diese Richtung war auch das Matterhorn. So liess ich mich wieder von der Umgebung inspirieren und kreierte einige tollen Fotos diesen morgens.

Nach diesem wiedermal unverwechselbar schönen morgen lief ich weiter um rechtzeitig beim Bäcker zu sein wenn mein Magen anfängt zu knurren =) Nachdem ich in Zermatt wieder ankam machte ich mich auf den Weg nach Luzern. Dort schläft es für mich nämlich immer noch am besten =)

 

So, es wurde wiedermal laaaang!! Falls es euch gefallen hat freut es mich umso mehr! Bei Anmerkungen einfach in die Kommentare schreiben!

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Kommentare: 3
  • #1

    Sascha Krähenbühl (Montag, 30 Januar 2017 22:10)

    Ich finde deine Geschichten immer wieder spannend und lese sie gerne. Du zeigst teilweise eine andere Denkweise oder lebst bewusster als viele (ich). Du inspirierst auf eine Art und auf die andere Art wirkst du wie in einer anderen, eigener Welt zu sein. Das fasziniert.

  • #2

    Nelson (Dienstag, 31 Januar 2017 12:07)

    Hallo Sascha, es freut mich zu lesen dass mein Daseins Zustand Inspiriert und Fasziniert! Ich denke auch das jeder Mensch solche Gefühle in anderen auslöst oder auslösen könnte wenn es nur authentisch sein würde. Ich folge einfach nur der innere Stimme =)

  • #3

    Nadja (Donnerstag, 22 Juni 2017 08:40)

    Auf all Deinen Wegen, Gottes Segen!
    Lieber Nelson, schön zu lesen und zu sehen, das Du den Weg gegen den Online-Mainstream gegangen bist und nun für Dich, Deine Seele und Deinen lieben Mitmenschen im realen Leben Deine Werte lebest. Sonnige Grüsse aus Luzern an den Erdenbummler!