Ein anderes mal

Hallo liebe Freunde

Montcuq liegt mittlerweile wieder einige km hinter mir. Dennis und ich die letzten Tage ziemlich viel Km gegangen, 30km minimum am Tag. Ob dies gut oder schlecht ist weiss ich nicht. Mein Körper ist zwar sehr gefordert aber es fühlt sich noch gut an. Vorgestern hat sich rausgestellt das ich ende Monat, in 2 Wochen, wieder zurück in die Schweiz fahre. Ich werde da wieder die Arbeit aufnehmen und bis Ende September bei Apentro arbeiten, danach ist aber schluss. Dann geht es 1 Monat nach Japan wo ich mich riesig drauf freue. Es wird dann auch fleisig fotografiert. Doch bevor die alles passiert genieße ich Tag für Tag das Pilgern auf dem Jakobsweg. Er hat mir so viel Geschenkt bis jetzt. Ich hab mich selber besser kennengelernt. Konnte an meinen guten Seiten Arbeiten und jeden Tag wo man bewusst mit jemandem zusammen geht ist wie 1 Jahr im normalen Leben. Man trifft hier die Menschen als reiner Mensch. Man kennt seine Hintergründe nicht, sondern man kennt ihn nur wie er im Moment ist. Und das ist schön. Im Moment zu sein ist das wahre Leben. Es ist so interessant Menschen sehr nahe zu kommen die man einige Stunden kennt. Es entstehen immer wieder tiefe Bindungen und dies tut sehr gut. Bevor ich los ging auf den Weg fühlte ich mich einsam und verlassen. Obwohl ich bei den Eltern wohne. Hier auf dem Weg fühle ich mich aber seit dem ersten Tag geborgen und sicher. Genau das was ich brauche um auch an mir arbeiten zu können. Danke viel mal.

Aus Lecture

Gute Nacht ihr lieben

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Kommentare: 1
  • #1

    Doris & Edy (Sonntag, 21 Juni 2015 09:09)

    Lieber Nelson
    Wieder einmal möchten wir dir unsere Grüsse auf den Jakobsweg schicken. Wir haben deinen Blog regelmässig gelesen aber nicht immer kommentiert. Herzlichen Dark, dass du uns an deinen Erlebnissen hast teilhaben lassen. In diesem Eintrag sprichst du jedoch so treffend von denselben Erfahrungen, die wir beim Pilgern in den Begegnungen mit Mitpilgern gemacht haben, dass wir uns quasi selber wieder auf dem Jakobsweg befinden!?
    Dir alles Gute auf den weiteren Etappen in den verbleibenden zwei Wochen auf dem Camino und vielleicht auf ein Wiedersehen in der Schweiz - wir würden uns freuen noch mehr von deinen Erlebnissen zu hören.
    Deine Hospitaleros auf der allerersten Etappe Flüeli Ranft - Brienzwiler Doris & Edy