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Getrennte Wege

Guten Morgen liebe Freunde und Blogleser die ich Misse!

Bin wieder an einem Ort gelandet wo es Wifi hat ­čśü

Seit dem Kloster in St.Come ist einiges passiert. Unglaublich wie intensiv die Zeit auf dem sein kann. Trennung und kennenlernen ist das t├Ągliche Brot. Leider musste ich mich schweren Herzens voraussichtlich mal von Stephanie trennen. Da die nette Dame eine Entz├╝ndung am rechten Schinbein bekommen hat musste Sie einige Tage im Kloster rasten, Sie arbeitet da mit und dies soll eine sehr tolle Erfahrung sein. Da ich fit war und den drang hatte weiter zu gehn trennte sich unsere Wege vor einigien Tagen beim Kloster. Auf dem Weg muss man lernen mit diesen Gef├╝hlen umzugehen da jedesmal wenn man jemand ins Herz schliesst die Wege sich meist bald wieder trennen. Von St.Come aus ging es f├╝r mich Richtung Estaing. Ein tolles dorf mit einem bekannten Schloss. Der Weg selber war m├╝hselig da ich mit einigen Schmerzen zu k├Ąmpfen hatten und voralem klar kommen musste das es l├Ąnger dauern k├Ânnte um Stephanie wieder in die Armen nehmen zu k├Ânnen. Ich f├╝hlte mich an diesem Tag ziemlich einsam. In Estaing ging ich in eine Unterkunft die einer Kirchliche Gemeinde geh├Ârt und mann da gegen Spende schlafen kann. Es war toll und das Essen genial! Lustigerweise kam die Andrea die aus Biel ist auch bis dort hin. Spannend was der Tag so bringen kann. Wir unterhielten uns lange und beschlossen die n├Ąchste Tagesetappe zusammen zu gehen. Viel haben wir geredet und wenig gelaufen ­čśü gerade mal 15km. Soviel brauch ich mittlerweile um warm zu werden. Doch es hat sich gelohnt viel zu rasten und langsam zu gehen. Die Gespr├Ąche die dabei entstanden sind waren genial und wir lernten uns sehr gut kennen. Sch├Ân wie viele Gemeinsamkeiten sich heraus stellten. Auf dem Jakobsweg merke ich kommt das oft vor das man Leute trifft die ├Ąhnlich ticken! Kein wunder zieht es Menschen immer wieder auf diesen Weg.┬á

Von Golinhac wo wir schliefen ging es dann weiter nach Conque. Ein tolles, historisches D├Ârfchen. Dort angekommen ging es zur Unterkunft die gleichzeitig ans M├Ąnnerkloster gebunden ist. Zwar ist die Religion da allgegenw├Ąrtig aber die Atmosph├Ąre war super, vorerst! Ich habe mich dort entschieden einen Tag zu rasten. Vielleicht unterbewusst auch damit Stephanie mich einholen k├Ânnte, doch bis Donnerstag ist sie noch im Kloster. Ich beschloss im M├Ąnner Kloster mitzuarbeiten und so die Kosten f├╝rs schlafen und essen zu sparen. Der Hauptgedanke dabei war es dort einige Tage zu arbeiten und auf Stephanie zu warten doch nach dem ersten Tag dort arbeiten entschied ich mich um. Die Atmosph├Ąre passte mir nicht ganz und dieses Thema mit dem allgegenw├Ąrtigen Religionen hat mich unwohl gestimmt. Ich zog nach einem Tag rast weiter und hoffe dass das Universum es gut meint mit dem wiedersehen.

Von Conque ging es weiter nach Livinhac. Da ich sehr fr├╝h los bin habe ich mich noch von Andrea verabschiedet, auch schweren herzens, und bin los. Eher traurig gestimmt ging es mal ziemlich steil berghoch und danach auf H├Âhe den ganzen Tag geradraus auf asphaltierten Strassen. Sch├Ân wurde es einige wenige km vor dem Tagesziel als ich Cornelia aus der Schweiz und Dennis aus Deutschland kennenlernen durfte. Beide in den 30er. Ich und Dennis haben uns kurz in Conque gesehen gehabt, doch kein Gespr├Ąch angefangen. Wir haben sofort harmoniert und gesehen das auch wir ziemlich ├Ąhnliche Weltanschauungen haben. So toll jeden Tag einen gleichgesinnten zu treffen. Wir waren am Etappenziel dann noch einige Bierchen trinken und haben viel gekuatscht! Cool auch mal mit einem Mann tiefgreifende Gespr├Ąche zu f├╝hren.

Heute geht's weiter, wohin aber keine Ahnung. Plane nicht viel...wahrscheinlich Figeac.


Aus Livinhac

In liebe Nelson





Tolle Glasmalerei
Tolle Glasmalerei
Deckenmalerei in der Persenkirche
Deckenmalerei in der Persenkirche
Sonnenaufgang ├╝ber Conque
Sonnenaufgang ├╝ber Conque
Espinols
Espinols
Estaing mit dem Schloss
Estaing mit dem Schloss
Conque
Conque

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