Getrennte Wege

Guten Morgen liebe Freunde und Blogleser die ich Misse!

Bin wieder an einem Ort gelandet wo es Wifi hat 😁

Seit dem Kloster in St.Come ist einiges passiert. Unglaublich wie intensiv die Zeit auf dem sein kann. Trennung und kennenlernen ist das tĂ€gliche Brot. Leider musste ich mich schweren Herzens voraussichtlich mal von Stephanie trennen. Da die nette Dame eine EntzĂŒndung am rechten Schinbein bekommen hat musste Sie einige Tage im Kloster rasten, Sie arbeitet da mit und dies soll eine sehr tolle Erfahrung sein. Da ich fit war und den drang hatte weiter zu gehn trennte sich unsere Wege vor einigien Tagen beim Kloster. Auf dem Weg muss man lernen mit diesen GefĂŒhlen umzugehen da jedesmal wenn man jemand ins Herz schliesst die Wege sich meist bald wieder trennen. Von St.Come aus ging es fĂŒr mich Richtung Estaing. Ein tolles dorf mit einem bekannten Schloss. Der Weg selber war mĂŒhselig da ich mit einigen Schmerzen zu kĂ€mpfen hatten und voralem klar kommen musste das es lĂ€nger dauern könnte um Stephanie wieder in die Armen nehmen zu können. Ich fĂŒhlte mich an diesem Tag ziemlich einsam. In Estaing ging ich in eine Unterkunft die einer Kirchliche Gemeinde gehört und mann da gegen Spende schlafen kann. Es war toll und das Essen genial! Lustigerweise kam die Andrea die aus Biel ist auch bis dort hin. Spannend was der Tag so bringen kann. Wir unterhielten uns lange und beschlossen die nĂ€chste Tagesetappe zusammen zu gehen. Viel haben wir geredet und wenig gelaufen 😁 gerade mal 15km. Soviel brauch ich mittlerweile um warm zu werden. Doch es hat sich gelohnt viel zu rasten und langsam zu gehen. Die GesprĂ€che die dabei entstanden sind waren genial und wir lernten uns sehr gut kennen. Schön wie viele Gemeinsamkeiten sich heraus stellten. Auf dem Jakobsweg merke ich kommt das oft vor das man Leute trifft die Ă€hnlich ticken! Kein wunder zieht es Menschen immer wieder auf diesen Weg. 

Von Golinhac wo wir schliefen ging es dann weiter nach Conque. Ein tolles, historisches Dörfchen. Dort angekommen ging es zur Unterkunft die gleichzeitig ans MĂ€nnerkloster gebunden ist. Zwar ist die Religion da allgegenwĂ€rtig aber die AtmosphĂ€re war super, vorerst! Ich habe mich dort entschieden einen Tag zu rasten. Vielleicht unterbewusst auch damit Stephanie mich einholen könnte, doch bis Donnerstag ist sie noch im Kloster. Ich beschloss im MĂ€nner Kloster mitzuarbeiten und so die Kosten fĂŒrs schlafen und essen zu sparen. Der Hauptgedanke dabei war es dort einige Tage zu arbeiten und auf Stephanie zu warten doch nach dem ersten Tag dort arbeiten entschied ich mich um. Die AtmosphĂ€re passte mir nicht ganz und dieses Thema mit dem allgegenwĂ€rtigen Religionen hat mich unwohl gestimmt. Ich zog nach einem Tag rast weiter und hoffe dass das Universum es gut meint mit dem wiedersehen.

Von Conque ging es weiter nach Livinhac. Da ich sehr frĂŒh los bin habe ich mich noch von Andrea verabschiedet, auch schweren herzens, und bin los. Eher traurig gestimmt ging es mal ziemlich steil berghoch und danach auf Höhe den ganzen Tag geradraus auf asphaltierten Strassen. Schön wurde es einige wenige km vor dem Tagesziel als ich Cornelia aus der Schweiz und Dennis aus Deutschland kennenlernen durfte. Beide in den 30er. Ich und Dennis haben uns kurz in Conque gesehen gehabt, doch kein GesprĂ€ch angefangen. Wir haben sofort harmoniert und gesehen das auch wir ziemlich Ă€hnliche Weltanschauungen haben. So toll jeden Tag einen gleichgesinnten zu treffen. Wir waren am Etappenziel dann noch einige Bierchen trinken und haben viel gekuatscht! Cool auch mal mit einem Mann tiefgreifende GesprĂ€che zu fĂŒhren.

Heute geht's weiter, wohin aber keine Ahnung. Plane nicht viel...wahrscheinlich Figeac.


Aus Livinhac

In liebe Nelson





Tolle Glasmalerei
Tolle Glasmalerei
Deckenmalerei in der Persenkirche
Deckenmalerei in der Persenkirche
Sonnenaufgang ĂŒber Conque
Sonnenaufgang ĂŒber Conque
Espinols
Espinols
Estaing mit dem Schloss
Estaing mit dem Schloss
Conque
Conque

Kommentar schreiben

Kommentare: 0