Ups and Downs

Hallo liebe Freunde und Leser 😁✌️

Heute erzähle ich über 2 Tage die echt spannend waren!

22.05.15

Gestern war ein besonderer Tag. Als ich frühstückte musste ich feststellen das ich überhaupt keine Schmerzen an den Sehnen hatte. Als ich aber wieder auf dem Weg war hatte ich plötzlich wieder Schmerzen enorm an der Achillessehne. Ich konnte dies nicht richtig verstehen und dies machte mir echt zu denken. Ich ging mit gemischten Gedanken durch den Jakobsweg. Ich war einerseits enttäuscht das die Sehnen wieder angefangen hatten zu Schmerzen aber auch enttäuscht das ich mich von all diesen Gedanken nicht frei machen konnte und den Moment geniessen konnte. Ich musste mich sehr anstrengen damit mein Kopf nicht intensiv nachdachte. Ich hatte aber auch Positive Gedanken. Ich freute mich um die feinen Kirschen die ich entlang dem Weg genießen durfte da es hier und da Bäume gab die schon reife Kirschen hatten. Und ich freute mich auch um die Bekanntschaft mit Jan. Ein netter Pilger aus Holland. Er hatte eine echt gute Ausstrahlung und mir tauschten uns auf dem Weg ein bisschen aus. Er lud mich ein heute bei Ihnen auf dem Campingplatz zu Essen und Schlafen. Seine Frau fährt mit ihm immer mit zum Campingplatz. Dann wartet Sie auf Ihn bis er von der Tagesetappe kommt. Interessant wie sie dies Lösen. Gleichzeitig auch süß von seiner Frau Ihn so zu begleiten. Gestern ging es für mich 19km weit. Von Saint Romain de Suriue bis nach Chavanay. Ein tolles historisches Dorf ist Chavanay mit einer gemütlicher Pilgerherberge. Später kamen dann noch 2 Pilgerinen aus Österreich an. Zwei nette Damen. Wir waren zusammen was trinken am Abend und haben uns ausgetauscht, die Pilger Geschichten 😊.

Was ich gestern auch noch erleben durfte war, das mein Ego aufgeben wollte diesen Leidensweg zu gehen. Da meine Eltern auf dem Weg nach Portugal waren und einigermassen in der nähe vorbei fuhren wo ich gerade war wollte mein Ego mir eintrichtern das dies ein Zeichen wären diesen Schmerzen ein Ende zu setzen und das ich mit Ihnen nach Portugal gehen sollte mit der Begründung das es besser so ist da meine Sehne wieder Schmerzen und sie sich so erholen können. Ich rufte meine Eltern an und fragte nach ob sie nahe Chavanay durchfahren würden doch sie sagten nein. In diesem Moment kamm Frust auf, mein Ego fand dies gar nicht toll und fing an zu rebelieren. Doch ich lies ihm nur kurz Luft, ich vertraute drauf das dies wo geschieht das richtige ist. Also ging es weiter. Wie Ihr später erfahren werdet, zum Glück auch 😁 Im Nachhinein weiss ich das dies ein Akt meines Egos war und ich glücklich bin das ich nicht vom Weg abgekommen bin. Ich fühle nähmlich das ich noch weiter gehen muss. Nur durch leiden kommt das Erwachen und das lösen vom Ego wo mich antreibt meine schlechte Seiten auszulebeben.

Saint Romain de Suriue - Chavanay, ca. 19km

23.05.15

Diese Nacht war mal wieder intensiv Träumen angesagt. Für mich ist das immer was spezielles da ich jahrelang seehr seehr wenig geträumt habe. Um 7uhr war ich dann auch schon auf dem Weg. Nach einem kurzen steilen anstieg kam ich an eine Kapelle mit einer fenomenale Aussicht. Ich genoss da einige Musikstücke und die tolle Aussicht. Danach ging es durch eine geniale Landschaft geprägt von Weinbau und Kirschbäume. Um 12 Uhr hatte ich den höchsten Punkt der Etappe erreicht und genoss da ein genialer Mittagessen. Brot, Ochsenherz Tomate und eine Artischokenpaste dazu. Ich liebe gekochte Artischocken. Diese Paste stillte die Sehnsucht danach. In den letzten 2 Tagen liefen immer Pilger an mir vorbei als ich mich nach dem Mittagessen fertig machte um abzulaufen. Auch heute war es so. Es lief eine Pilgerin vorbei. Später auf dem Weg kreuzten sich unsere Wege. Die sehr nette Pilgerin ist Deutsche die aber in Österreich lebt und heisst Steffanie. Sie ist 35 Jahre und nebst dem das Sie sehr nett ist auch noch gut aussehend 😊. Auch sie leidet im Moment an Schmerzen in der Achillessehnen. Zufall? Nee zufälle gibts nicht! Wir liefen von da an zusammen weiter und hatten sehr nette Gespräche. Heute werden wir in der gleichen Unterkunft schlafen. Bei der Unterkunft hab ich noch ein anderer netter Pilger kennengelernt. Er heisst Yves. Da er nur Französisch spricht konnte ich bis jetzt mich nicht gross mit Ihm austauschen. Morgen werden wir die Tagesetappe alle 3 zusammen gehen. Vielleicht erfahre ich da mehr von Ihm. Zur Unterkunft kann ich nur sagen 10 Sterne. Das ist ein riesiges Anwesen und alles sehr Nobel. Vielleicht auch zu Nobel für ein einfacher Pilger. Im groß und ganzen war der heutige Tag genial!

Chavanay - Bourg Argental, 27km

Einen schönen Abend wünsche ich euch 😊✌️







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